
700 Jahre Geschichte
Von der Gründung 1313 durch Dietrich Luf III. über Belagerungen und Zerstörungen bis zur Restaurierung im 21. Jahrhundert.
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Das Wahrzeichen an der Niers. Mittelalterliche Wasserburg aus dem 14. Jahrhundert in Grefrath-Oedt am Niederrhein.
Im Herzen des Niederrheins, eingebettet in die Niersauen bei Grefrath-Oedt, erhebt sich der Turm der Burg Uda. Errichtet wurde die Wasserburg um 1300 von Dietrich Luf III. von Kleve; die Jahresringe des verbauten Holzes datieren die Bauzeit auf etwa 1308 bis 1311. Am 13. Juni 1313 erscheint sie erstmals in einer Urkunde als „Castrum Ude“ – damals trug Dietrich Luf seine Burg dem Erzbischof von Köln zu Lehen auf.
Was heute als einzelner Turm in der Landschaft steht, war eine regelmäßige Kastellburg von etwa 30 mal 30 Metern mit vier Ecktürmen, zwei runden und zwei eckigen. Ein 9 bis 11 Meter breiter Graben umgab sie, gespeist von der Niers. In der sumpfigen Niederung war sie fast uneinnehmbar: Als die Siedlung Oedt 1416 zerstört wurde, hielt die Burg stand.
Ihr Ende kam nicht durch einen Sturm, sondern durch Baustoffmangel. 1757 wurde die längst nur noch als Amtshaus genutzte Anlage abgetragen und als Schotter in einen Straßendamm durch das Niersbruch verbaut. Stehen blieben der südöstliche Rundturm und ein Stück der Westmauer.
Heute führen 123 Stufen auf die Aussichtsplattform, von der aus sich die niederrheinische Landschaft überblicken lässt. Gepflegt und geöffnet wird die Burg vom Heimatverein Oedt e.V., der 2024 dafür den ersten Platz beim Heimat-Preis des Landes Nordrhein-Westfalen erhielt.
Die häufigsten Fragen, kurz beantwortet
Der Burgturm von April bis Oktober sonntags 11–17 Uhr. Das Außengelände ist jederzeit frei zugänglich. Das Heimatmuseum im Ort öffnet jeden ersten Sonntag im Monat 14–17 Uhr (Februar–Dezember).
Nichts. Turm und Museum sind kostenlos; Spenden für den Erhalt der Anlage sind willkommen. Auch das Parken direkt an der Burg ist kostenfrei.
Für den Turmaufstieg 30 bis 45 Minuten. Mit der Niersauen-Runde (3,9 km) etwa eine Stunde mehr, mit Museum ein halber Tag.
Zur Burg Uda, 47929 Grefrath-Oedt, im Kreis Viersen. Mit dem Auto über die A61, Ausfahrt Viersen-Süd; mit dem Bus 091 bis „Oedt Markt“ und zehn Minuten zu Fuß. Der Niersradwanderweg führt direkt vorbei.
Öffentliche Führungen jeden ersten Samstag im Monat um 14 Uhr, ohne Anmeldung. Gruppen und Schulklassen nach Absprache mit dem Heimatverein.
Das Außengelände ist gut erreichbar, der Turm mit 123 Stufen auf enger Treppe nicht barrierefrei. Angeleinte Hunde sind außen willkommen, im Turminneren aus Platzgründen nicht.
Von mittelalterlicher Geschichte bis zu Sagen und Naturerlebnissen

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Von verwunschenen Burgfrauen, geheimnisvollen Schätzen und der rätselhaften Herkunft des Namens „Uda“.
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Die Niersauen-Runde führt durch eine einzigartige Naturlandschaft mit Kopfweiden, Bibern und Kunstinstallationen des SALIX-Projekts.
Wanderweg erkundenDer Burgturm ist von April bis Oktober sonntags geöffnet. Führungen finden jeden ersten Samstag im Monat statt.

Der Heimatverein Oedt e.V. pflegt die Burg seit Jahrzehnten ehrenamtlich. Erfahren Sie mehr über den Verein und die Möglichkeit einer Mitgliedschaft.
Zum HeimatvereinNeue Detailseiten zu Bau, Herrschaft, Namen und Industriegeschichte
Grundriss, Rundturm und Baumaterial – mit maßstäblichen Zeichnungen.
Zur ArchitekturDer Bauherr: verschuldeter Erbe, Verkäufer von Hülchrath, Herr von Kervenheim und Oedt.
Zur PersonVon der Vogtei der Grafen von Kessel zur kurkölnischen Landesburg.
Zur HerrschaftVon der Anlegestelle an der Niers zum Ortsnamen Oedt – und zur Sage von der Hexe.
Zur Namenkunde1879 bis zum Strukturwandel: die Samt- und Plüschfabrik, die einen Ort geprägt hat.
Zur FirmengeschichteSeit 1947: wer die Burg pflegt, öffnet und die Ortsgeschichte dokumentiert.
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